Kolumne über E3 und Technikfortschritt

Rund um Videospiele im allgemeinen Sinne (Events, Konzerte, Kunst etc.).
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Geht die Zukunft der Videospiele mithlfe von neuer Technik in die richtige Richtung?

Ja, dieser enorme technische Fortschritt ist unbedingt nötig und bereichert die Videospielindutrie enorm
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17%
Nein, Videosp. benötigen solch einen Firlefanz eig. nicht und man sollte sich auf das Wesentliche konzentrieren
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Weiß nicht
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pinot
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Kolumne über E3 und Technikfortschritt

Beitrag von pinot »

Diese E3 hat uns einmal mehr verdeutlicht wie sehr Videospiele im Wandel stehen. Vor 4 Jahren war Wii noch ein belächeltes Produkt, keiner konnte den Erfolg erahnen. Heute sieht sich Nintendo nicht mehr alleine im Kampf um den Massenmarkt. Um sich von der Konkurrenz besser abheben zukönnen wird versucht mit neuen Methoden ala Kinect und 3D den Nichtspieler als auch den alteingessesenen Veteranen zu erreichen. Meine Frage die ich mir nun stelle lautet: "wird mithilfe dieser Techniken unser Hobbby tatsächlich positiv beeinflusst oder nicht?"
Obwohl ich erstaunt und einigermaßen auch begeistert über die rasche Entwicklung der Technologien bin (3D ohne Brillen mit Hilfe eines solch kleinen Geräts !!!), muss ich feststellen, dass sich mein Hobby nicht unbedingt in allen Bereichen in eine von mir gewünschte Richtung entwickelt.
Es wird immer mehr vorrausgesetzt jeden Trend mitzumachen - sei es Online (ich denke in 10 Jahren gibt es keinen physischen Datenträger mehr), soziale Netzwerke, HD, 3D oder Zusatzgeräte um eine Spiel überhaupt steuern zukönnen. Dabei geht meiner Meinung nach aber auch eine der großen Stärken der Videospiele verloren - die Unkompliziertheit. Es ist eigentlich absurd, aber alles hat damit begonnen Videospiele möchlichst einfach zu gestallten - möglicht intuitiv und ohne Knöpfe. Wenn man aber heutzutage einfach mal unkompliziert spielen möchte, na dann viel Spaß. Wo sind die Zeiten hin in denen man einfach mal ein Tetrismodul in den Gameboyschacht gesteckt hat zweimal "A" gedrückt hat und anschließend mit den Rekordeknacken begonnen hat? Obwohl es so einfach war hatte es mindestens genauso viel Spaß gemacht wie die heutige Wundertechnik.
Versteht mich nicht falsch. Ich möchte nicht nostalisch-sentimental wirken und habe auch keine Lust mein gesamtes Leben lang nur graue Klötzchen zustapeln. Fortschritt ist wichtig und ich kann mich ebenfalls an Spitzengrafik erfreuen. Aber mir kommt es derzeit so vor als würde man sich im Kreis drehen - und zwar immer schneller. Bevor man überhaupt eine Technik an ihr Maximum bringen konnte, wird versucht die Konkurrenten mit einer unfertigen Konstruktion auszustechen, nur um behaupten zukönnen "wir waren die ersten am Markt ohne Kontroller". Durch die fortschreitende Technik werden die Produktionskosten immer höher - ein Fehlschlag kann das Ende einer Firma bedeuten --> Innovationen müssen gemieden werden um bloß im Mainstream zu bleiben.
Im Endeffekt werden wir bald Geräte in unseren Zimmern stehen haben mit denen man zwar ziemlich viel machen kann, nur halt nicht das für das sie ursprünglich gedacht waren. Durch die Zusatzkosten (Kamera, etc), wird es immer komplizierter einfach mal nur zuspielen, denn das eine Spiel benötigt dies und das andere benötigt jenes Teil und für viele Funktionen muss eine Onlineverbindung gewährleistet sein. Da freut man sich doch umso mehr wenn man pro K.Generation dutzende Euronen ausgeben darf um nach kurzer Zeit das Gerät aufgrund eines Produktionsfehlers einschicken zu dürfen (Red Ring of Death), weil die Teile innerhalb eines Geräts, welche kaputt werden können, ja auch immer mehr werden.
Ich bin ja nicht gegen Fortschritt, sondern nur für Entschleunigung. Was benötigt es ein Kinect, wenn es noch nicht mal ordentlich funktioniert wie man bestens sehen konnte.
Bin ich zu pessimistisch oder seht ihr das ähnlich? :sack:
Brot und Spiele.
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