Interview mit Spieledesignern
Nintendo of Europe hat den "Producer" Kensuke Tanabe und den Spieledesigner Richard Vorodi des kommenden Ego-Shooters "Metroid Prime Hunters",das für den NDS erscheint, interviewt.
Dabei gaben die Beiden einige neue und interessante Informationen preis. So wird es sechs verschiedenen Kopfgeldjäger geben, die man spielen kann. Einer von ihnen ist "Noxus" und wurde bereits zur E3 enthüllt. Jeder Charakter hat eine individuelle Hintergrundgeschichte, zu der die Beiden jeweils ein paar wenige Infos verrieten:
Während es sich bei dem bereits erwähnten Charakter Noxus um eine Art "spirituelles Wesen" handelt, das die Galaxie von allem Bösen befreien möchte, handelt es sich z.B. bei "Spire" um ein felsenartiges Wesen, das als letztes Exemplar seiner Rasse das Geheimnis um das Verschwinden seiner Rasse lösen möchte.
Der Lieblingscharakter von Vorodi (und nach der Beschreibung auch der mit Abstand interessanteste) ist "Kanden". Kanden wurde in einem Labor als unsterblicher Soldat gezüchtet, war aber anscheinend von den vielen Experimenten so abgenervt, dass er kurzerhand aus dem Labor floh und seitdem in der gesamten Galaxie mordend umherzieht. Laut Vorodi ein echter "böser Kopfgeldjäger".
Über die restlichen Charaktere wollten die Beiden noch nichts erzählen, versprachen allerdings, dass diese "wirklich cool" werden. Diese werden noch nach und nach bekannt gegeben.
Zum Thema Balance zwischen den doch sehr unterschiedlichen Charakteren im Multiplayer-Modus sagte Vorodi, dass es ein ziemlich umfangreiches Waffenarsenal im Multiplayermodus geben wird. Die Waffen werden jeweils einen primären und einen sekundären Feuermodus besitzen. Außerdem haben die Charaktere bestimmte Neigungen zu den Waffen, so dass ein Charakter eine bestimmte Waffe besser benutzen kann als ein anderer. Infolge dessen würde der Multiplayermodus von Metroid Prime Hunters einen sehr strategischen Tiefgang besitzen.
Einen Onlinemodus wird es jedoch nicht geben (Gamezone berichtete), da laut Tanabe die Infrastruktur für diesen Dienst erst noch aufgebaut werden muss und das Spiel schon vor dessen Vollendung erscheinen soll.
Auch über den Einzelspielermodus sprachen die Beiden. Vorodi nannte Metroid Prime Hunters einen einzigartigen Teil in der Reihe der Metroid Spiele. Als größten Unterschied nannte er die Tatsache, dass Samus Aran dieses mal von Anfang an voll ausgerüstet ist und nicht erst Teile ihres Anzugs finden muss. Stattdessen ist sie auf der Suche nach Relikten einer Alien Rasse, die auf geheimnisvolle Weise verschwunden ist (mögllicherweise die Rasse von Spire?) - allerdings ist sie nicht die Einzige, die das tut.
Was Samus mit den Relikten im Endeffekt tun kann, wollten die Beiden leider nicht verraten, sondern den Spieler damit überraschen.
Doch man wird nicht nur auf der Jagd nach den Relikten sein, man wird auch der Gejagte selbst sein - laut Vorodi ein zentrales Spannungselement des Spiels. Leider geht er nicht weiter darauf ein, was es damit auf sich hat. Man könnte sich vielleicht vorstellen, dass die anderen Hunters versuchen werden, einem das gefundene Relikt wieder abzuluchsen, oder dass die angeblich verschwundenen Aliens es wiederhaben möchten.
Interessanterweise gab Tanabe am Ende des Interviews, als er nach seinem Lieblingsshooter gefragt wurde, bekannt, dass Ego-Shooter auf dem japanischen Markt eigentlich nicht sehr populär sind, und der einzige Shooter, den er je gespielt hat, ist Metroid Prime.
Vodori kennt sich da allerdings schon ein bisschen besser aus und hat schon mehr als 300 Stunden mit Prefect Dark verbracht.
[Quelle:
GameZone]