Band: Summoning
Album: Oath bound
Genre: Epic Atmospheric Black Metal
Release: 30. März 2006
So, dann mal wieder eine Empfehlung von mir.
Nach einer langen Durststrecke von knapp 5 Jahren veröffentlichen Summoning nun ihr mittlerweile sechstes Studioalbum mit dem Titel "Oath bound". Wie schon die Alben vorher
widmen sich die Herren Protector und Silenius in ihren Songs und Texten ganz dem
Herrn der Ringe Universum von J.R.R. Tolkien. An der eigentlichen Musik hat sich wenig
geändert, Summoning knüpfen nahtlos an die vorangegangen Alben an und bieten
Epic Atmospheric Black Metal, wie er besser nicht sein kann. Jeder Song hat eine
so unglaublich dichte Atmosphäre, das es einem Gänsehaut bereitet. Läßt man das
Album ganz auf sich eingehen und schließt die Augen versinkt man geradezu in die
Welt der Elben und Orks, allein das Intro ist der Hammer und hätte so auch in den Kinofilmen verwendet werden können. DIe Songs selbst wechseln sich ständig ab zwischen ruhigen Instrumental- und härteren Gitarrenpassagen. Diese bleiben allerdings
immer im Hintergrund und "tragen" die Songs eher, als sie zu leiten und zu dominieren.
Das tun eher die epischen Keyboardpassagen und die genialen Vocals. Auch wenn man das Album (wie jedes Summoning Album) als Gesamtwerk sehen sollte, möchte ich doch zwei Songs besonders herausstellen. Da wäre zum einen der epische Track "Land of the Dead", welcher von einer wundervollen Melodie und einigen grandiosen Chorpassagen getragen wird. Der zweite Sing wäre "Mirdautas Vras", der wohl erste
Song, der in der dunklen Sprache von Morder getextet wurde. Die Lyrics versprühen eine dunkle und aggressive Atmosphäre und die eingesampelten "Ork-Kriegshörner"
aus dem dritten Herr der Ringe Film, verbreiten eine einzigartige Schlachtatmosphäre.
Ohne Zweifel haben Summoning wieder ein wahres Meisterwerk veröffentlicht, das man sich wirklich nicht entgehen lassen sollte. Auch wenn man mit Black Metal eigentlich nix anfangen kann, aber auf atmosphärische Musik steht, sollte man sich die Zeit nehmen und sich dieses Album mal anhören. Und wenn es nur zur musikalischen Untermahlung, des nächsten Rollenspiel-Abends ist
