'Kuriose' Diskussion
Der Streit um den Platz von Videospielen in der deutschen Gesellschaft geht in die nächste Runde. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann hat auf der Veranstaltung Munich Gaming in München gesagt: "Killerspiele widersprechen dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft und gehören geächtet. In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zurecht niemand in Frage stellt."
Der medienpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion erklärte zu der in München losgetretenen Debatte, ob Computerspiele mit 'Drogen und Kinderpornographie auf einer Stufe stehen': "Ein solcher Vergleich ist vollkommen unangemessen und zeugt davon, dass Medienkompetenzdefizite auch in Regierungen zu finden sind.
Wer solche Vergleiche zieht, disqualifiziert sich für die weitere Diskussion über Jugendmedienschutz in Deutschland", so Thomas Jarzombek. "Gewaltmedien gehören nicht in unsere Kinderzimmer, daher haben wir in Deutschland den strengsten Jugendmedienschutz weltweit. Das ist richtig und muss auch ausgebaut werden, denn offenbar gelangen nach wie vor Jugendliche an Computerspiele und Filme, die nicht für ihr Alter freigegeben sind. Es ist unsere Aufgabe, die bestehenden Rechtsnormen auch wirklich durchzusetzen. Wer nun auf solche Weise die sachliche Diskussion verlässt, hilft niemandem."
Quelle: =65&tx_ttnews[backPid]=5&cHash=7939307ac4]CDU-Jarzombek-Homepage
Videospiele = Kinderpornographie?
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Re: Videospiele = Kinderpornographie?
Nicht mehr ganz aktuell...
Der nette Herr ist genau deswegen mittlerweile zurückgetreten
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Der nette Herr ist genau deswegen mittlerweile zurückgetreten
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Re: Videospiele = Kinderpornographie?
Das stimmt so nicht. Siehe News von heute: Branchenverbände fordern EntschuldigungNicht mehr ganz aktuell...
Der nette Herr ist genau deswegen mittlerweile zurückgetretenNatürliche Auslese
- Helmuth
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Re: Videospiele = Kinderpornographie?
Ich dacht das war n Aprilscherz? 
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Re: Videospiele = Kinderpornographie?
Dann hätte es heißen müssen "Sonstwer von der CSU: Videospiele = Kulturgut"Helmuth hat geschrieben:Ich dacht das war n Aprilscherz?
- Kilimann
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Re: Videospiele = Kinderpornographie?
Spieleverbände fordern Entschuldigung des bayerischen Innenministers
"In seiner Pressemeldung von Dienstagabend vergleicht der bayerische Innenminister Herrmann
Ego-Shooter mit Kinderpornografie und Drogen. In aller Deutlichkeit fordern die deutschen
Spieleverbände hiermit eine offizielle Entschuldigung des Ministers für diesen völlig überzogenen,
sachlich falschen und unnötig polemischen Vergleich.
Stephan Reichart, Hauptgeschäftsführer von G.A.M.E.:
"Die Aussage des Herrn Ministers steht glücklicherweise nicht für Bayern insgesamt.
Trotzdem ist sie für uns völlig inakzeptabel. Computerspiele derart zu kriminalisieren und
mit Kinderpornografie zu vergleichen, ist polemischer Unsinn und diffamiert nicht nur
unsere Branche insgesamt, sondern auch Millionen Computerspieler in Deutschland. Wer
solche Aussagen trifft, zeigt deutlich, dass er sich noch nie mit Spielen beschäftigt hat und
eine Politik des letzten Jahrhunderts vertritt. Mit Politikern wie Herrn Herrmann verliert die
CSU jede Glaubwürdigkeit bei Millionen erwachsener Menschen und Wähler, die mit
Computerspielen groß geworden sind und disqualifiziert Bayern mittelfristig als Standort für
Deutschlands wichtigste Entertainmentindustrie. Wir fordern von Herrn Herrmann eine
deutliche Entschuldigung für diesen verbalen Fehlgriff."
Olaf Wolters, Geschäftsführer BIU:
"Aus unserer Sicht sind die Äußerungen von Herrn Hermann absolut nicht repräsentativ für
die Politik der bayerischen Staatsregierung. Diese hat sich in letzter Zeit verstärkt um die
Förderung der Unterhaltungssoftwareindustrie bemüht und insbesondere aus der
Staatskanzlei sind deutlich differenziertere Aussagen zu unserer Branche zu hören. Wir
fordern den bayerischen Innenminister auf, seine politische Geisterfahrt am rechten
Fahrbahnrand zu beenden und zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren. Das
momentane Verhalten des bayerischen Innenministers erinnert sehr stark an einen
politischen Ego-Shooter, der sich mit rein populistischen und inhaltlich fragwürdigen
Aussagen zu profilieren versucht."
Frank Sliwka, Geschäftsführer ESB:
"Auch der ESB schließt sich mit seinen mehr als 60.000 Mitgliedern den Forderung der
beiden Verbände GAME und BIU an und fordert den bayerischen Innenminister auf,
endlich einen fairen und sachgerechten Dialog zu führen. Mit seiner öffentlich geäußerten
politischen Haltung verhindert der bayerische Innenminister diesen Dialog und fördert
vielmehr die Ausgrenzung tausender Jugendlicher. Er siedelt eine Generation deutscher
junger Staatsbürger durch seine Äußerungen in dem Bereich der Kriminalität an. Der ESB
erbittet vom Bayerischen Innenminister eine deutliche Entschuldigung! Solange dieses
nicht geschieht fordert der ESB seine Mitglieder auf, deutliche politische Signale gegen die
CSU zu setzen.“
Quelle: PM
"In seiner Pressemeldung von Dienstagabend vergleicht der bayerische Innenminister Herrmann
Ego-Shooter mit Kinderpornografie und Drogen. In aller Deutlichkeit fordern die deutschen
Spieleverbände hiermit eine offizielle Entschuldigung des Ministers für diesen völlig überzogenen,
sachlich falschen und unnötig polemischen Vergleich.
Stephan Reichart, Hauptgeschäftsführer von G.A.M.E.:
"Die Aussage des Herrn Ministers steht glücklicherweise nicht für Bayern insgesamt.
Trotzdem ist sie für uns völlig inakzeptabel. Computerspiele derart zu kriminalisieren und
mit Kinderpornografie zu vergleichen, ist polemischer Unsinn und diffamiert nicht nur
unsere Branche insgesamt, sondern auch Millionen Computerspieler in Deutschland. Wer
solche Aussagen trifft, zeigt deutlich, dass er sich noch nie mit Spielen beschäftigt hat und
eine Politik des letzten Jahrhunderts vertritt. Mit Politikern wie Herrn Herrmann verliert die
CSU jede Glaubwürdigkeit bei Millionen erwachsener Menschen und Wähler, die mit
Computerspielen groß geworden sind und disqualifiziert Bayern mittelfristig als Standort für
Deutschlands wichtigste Entertainmentindustrie. Wir fordern von Herrn Herrmann eine
deutliche Entschuldigung für diesen verbalen Fehlgriff."
Olaf Wolters, Geschäftsführer BIU:
"Aus unserer Sicht sind die Äußerungen von Herrn Hermann absolut nicht repräsentativ für
die Politik der bayerischen Staatsregierung. Diese hat sich in letzter Zeit verstärkt um die
Förderung der Unterhaltungssoftwareindustrie bemüht und insbesondere aus der
Staatskanzlei sind deutlich differenziertere Aussagen zu unserer Branche zu hören. Wir
fordern den bayerischen Innenminister auf, seine politische Geisterfahrt am rechten
Fahrbahnrand zu beenden und zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren. Das
momentane Verhalten des bayerischen Innenministers erinnert sehr stark an einen
politischen Ego-Shooter, der sich mit rein populistischen und inhaltlich fragwürdigen
Aussagen zu profilieren versucht."
Frank Sliwka, Geschäftsführer ESB:
"Auch der ESB schließt sich mit seinen mehr als 60.000 Mitgliedern den Forderung der
beiden Verbände GAME und BIU an und fordert den bayerischen Innenminister auf,
endlich einen fairen und sachgerechten Dialog zu führen. Mit seiner öffentlich geäußerten
politischen Haltung verhindert der bayerische Innenminister diesen Dialog und fördert
vielmehr die Ausgrenzung tausender Jugendlicher. Er siedelt eine Generation deutscher
junger Staatsbürger durch seine Äußerungen in dem Bereich der Kriminalität an. Der ESB
erbittet vom Bayerischen Innenminister eine deutliche Entschuldigung! Solange dieses
nicht geschieht fordert der ESB seine Mitglieder auf, deutliche politische Signale gegen die
CSU zu setzen.“
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Re: Videospiele = Kinderpornographie?
1. April?


