Ted Pollak von Jon Peddie Research glaubt an den Erfolg der Wii U
Analysten wie Michael Pachter haben der Wii U bisher keine besonders glorreiche Zukunft vorausgesagt. Vor kurzem hat er sie sogar mit der erfolglosen Dreamcast-Konsole von Sega verglichen. Nun stimmt Ted Pollak von Jon Peddie Research jedoch andere - durchaus zuversichtliche - Töne an:
Es ist ein Thema, das immer wieder diskutiert wird: Die Technik schreitet voran und Nintendo scheint den Anschluss zu verlieren. Nintendo selbst behauptet immer, sich auf das Gameplay zu konzentrieren. Allerdings verfolgen sie tatsächlich eine pfiffige Strategie, die die meisten Leute gar nicht nachvollziehen.
Um das zu tun, müssen wir zeitlich ein wenig zurückgehen. Die Wii wurde für Fernseher mit Standard-Auflösung konzipiert. Als sie auf den Markt kam, kamen auf jeden Haushalt mit einem HD-Fernseher ganze 98 Haushalte mit Fernseher mit einem Standard-Fernseher. Jetzt gibt es fantastische und leistungsfähige HD-Konsolen von Microsoft und Sony, die über 1080 Zeilen darstellen und sogar 3D-Darstellungen unterstützen. Wenn man jedoch die weltweit vorhandenen HD-Fernseher betrachtet, dann ist festzustellen, dass sehr viele von ihnen (nur) 720 Zeilen darstellen können.
Für viele Menschen stellt also das, was Sony und Microsoft den Leuten anbieten, eine Art Overkill dar. Wenn man das mit Nintendos Gameplay-Qualität, dem einzigartigen Tablet-Controller und der NFC-Technik verbindet, dann kommt man zu folgendem Schluss: Nintendo wird es mit der Wii U absolut richtig machen.
Jedoch fügt Pollak noch hinzu, dass Nintendo ein starkes Software-Angebot braucht, um das Potenzial der Konsole auszuschöpfen - ansonsten könnten sie erneut ein Drama erleben:
Es setzt allerdings voraus, dass sie direkt zum Start ein anständiges Titel-Sortiment und alle Online-Features anbieten können. Andererseits könnte es genau so enden wie beim holprigen 3DS-Start.
Analyst Ted Pollak glaubt an den Erfolg der Wii U, gerade weil sie nicht mit Technik protzt
Liest sich (noch) viel ahnungsloser als das, was Pachter so von sich gibt:
- 2006 lag die rate von HDTVs in den Intustrieländern (Japan, USA, Europa..) mit Sicherheit nicht nur bei einem Prozent. Diese angebliche Statistik hätte ich gerne mal gesehen.
- PS3 und 360 rechnen in 99% der Fälle nur in 720p oder weniger.
- 3D war zum Release der 360 und PS3 kein Thema, es wurde nicht unterstützt oder beworben.
Kurz: Wieder so ein Analyst, der kaum Ahnung hat, wovon er eigentlich schreibt. Er mag natürlich zufällig trotzdem richtig damit liegen, dass Nintendos Kurs weiterhin gut ist. Wird sich zeigen.
Player hat geschrieben:Ich glaube, dass Grafik auch mit 720p noch Luft nach oben hat.
Das sowieso, gilt eigentlich für jede Auflösung. Filme sehen jedenfalls selbst mit schlechtem DVBT-Signal auf einem SDTV weitaus realistischer aus als jedes Spiel.
lightchris hat geschrieben:- 2006 lag die rate von HDTVs in den Intustrieländern (Japan, USA, Europa..) mit Sicherheit nicht nur bei einem Prozent. Diese angebliche Statistik hätte ich gerne mal gesehen.
Ich hab 2 HDTVs und 2 alte Röhren für die RetroKonsolen....wie passt sowas in die Statistik?
Die Sache ist nur die, dass die Kunden, die sich fette Technik und Fernseher kaufen, doch der Typ "potentiellen Konsolenkäufer" sind, oder nicht?
lightchris hat geschrieben:- 2006 lag die rate von HDTVs in den Intustrieländern (Japan, USA, Europa..) mit Sicherheit nicht nur bei einem Prozent. Diese angebliche Statistik hätte ich gerne mal gesehen.
Das ist tatsächlich weniger, als ich in Erinnerung hatte. 1-5% hätte ich für 1080p-Geräte geschätzt (ich hoffe, die sind hier nicht gemeint). Zwischen 1% und 5% lägen zwar immer noch eine Menge (immerhin das fünffache ), aber ich ich muss den Vorwurf dennoch zurückziehen.
Trotzdem hängt die grafiktechnische Qualität wie schon angesprochen nur zu einem kleinen Teil an der Auflösung. Kann man halt nicht so gut in medienwirksame Schlagworte wie "HD" verpacken.